mens sana in corpore sano

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist

Ein Ausspruch, den jeder schon gehört hat. Doch was will uns dieser sagen? Wie schnell verurteilen wir Menschen, welche Drogen nehmen, rauchen, zu viel Alkohol trinken oder welche ganz offensichtlich ein exzessives Leben führen. Doch denke ich, hier dürfen wir den Spiegel durchaus mal auf uns selber richten und unsere eigenen Lebensgewohnheiten etwas genauer betrachten. Achten wir darauf, uns gesund zu ernähren? Was trinken wir den lieben langen Tag? Was tun wir, um unseren Körper fit zu halten? Im Grunde genommen wissen wir ganz genau, dass dies wichtige Dinge für ein gesunden Leben wären. Doch für mich geht die Gesundheit noch etwas tiefer. Was spielt sich in unserem Kopf ab? Welche Qualität haben unsere Gedanken?

Ich habe schon Menschen erlebt, die rundum gesund leben und trotzdem krank sind. Bei genauerem Hinschauen stellten wir fest, dass sich dieser Mensch ständig Gedanken macht über seine Mitmenschen. Alles und jeder wird ständig bewertet und beurteilt. Dieser Mensch steht unter stetigem Stress, weil seine Wertmassstäbe auch für ihn selber gelten.

Wer kann von sich selber behaupten mit sich und seinem Leben rundum zufrieden zu sein? Für mich bedeutet dies Gesundheit.

Wie unbequem kann doch das Leben sein. Ständig an sich selber zu arbeiten, dazu noch daran, was im Kopf abläuft. Aber gibt es dem Leben nicht einen Sinn, wenn wir dazu angehalten sind, an uns selber zu arbeiten? Es ist so einfach, die Unzulänglichkeiten der anderen Menschen zu sehen, doch es lenkt auch ab von unseren eigenen Fehlern.

Es ist schon ein sehr grosser Schritt, sich selber so zu akzeptieren wie man ist. Dies bedeutet, mit sich selber Geduld zu haben, auch mal über sich selber lachen zu können und zufrieden zu sein mit dem, was man hat.

Wie gehe ich mit all den negativen Gefühlen um, welche mir im Laufe meiner Kindheit, meiner Jugend, meines Lebens aufgebürdet wurden? Wie oft wurde ich schon verletzt, missverstanden, zurückgewiesen? Diese Emotionen sammeln wir wie Trophäen und schieben sie in schwierigen Situationen sogar in den Vordergrund.

Unter „den Körper reinigen“ verstehe ich nicht nur, unseren physischen Körper von Schlacken zu befreien. Ich finde es noch wichtiger, unseren Verstand zu reinigen, der im Laufe des Lebens immer festgefahrener (verschlackter) wird und uns permanent mit einer Flut von Bewertungen überschwemmt.